Werbung ist längst kein Begleitgeräusch mehr. Sie durchzieht den digitalen Alltag ebenso wie den physischen Raum. Vom Supermarktregal bis zum Smartphone, von Feeds über
Suchanfragen bis zu Navigationsrouten und privaten Nachrichten wird das Leben zur permanenten Testfläche. Algorithmen ordnen, analysieren und prognostizieren. Aus Durchschnittswerten entstehen Wahrscheinlichkeiten und daraus Modelle dessen, was als normal gilt.
In „aus der welt fressen“ werden diese Mechanismen in einen konkreten Ort verlagert. Aus den Stimmen von Werbefachleuten, Vermesser:innen, Marktforscher:innen, Bewohner:innen, Stadtplaner:innen und algorithmischen Systemen setzt sich ein vielstimmiges Bild einer Modellstadt zusammen, in der die Mitte zur Norm und Normalität fortlaufend neu berechnet wird.
Ein interdisziplinäres Kammerspiel zwischen Immersion und Ritual von Johannes Hoffmann und dem Kollektiv WÜST in Kooperation mit der Theaterinitiative Burgenland. Ausgezeichnet mit dem Großen Kunststipendium für Darstellende Kunst des Landes Burgenland 2023. Gefördert durch das Land Burgenland, der Theaterinitiative Burgenland und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Künstlerisches Team: Johannes Hoffmann, Magda Decker, Christian Selent, Alfred Masal
Der Taupunkt e.V. wird gefördert durch den Kulturraum Stadt Chemnitz.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage
des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Kofinanziert von
der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.
Wir danken für die Unterstützung unserer Arbeit!
Werbung ist längst kein Begleitgeräusch mehr. Sie durchzieht den digitalen Alltag ebenso wie den physischen Raum. Vom Supermarktregal bis zum Smartphone, von Feeds über
Suchanfragen bis zu Navigationsrouten und privaten Nachrichten wird das Leben zur permanenten Testfläche. Algorithmen ordnen, analysieren und prognostizieren. Aus Durchschnittswerten entstehen Wahrscheinlichkeiten und daraus Modelle dessen, was als normal gilt.
In „aus der welt fressen“ werden diese Mechanismen in einen konkreten Ort verlagert. Aus den Stimmen von Werbefachleuten, Vermesser:innen, Marktforscher:innen, Bewohner:innen, Stadtplaner:innen und algorithmischen Systemen setzt sich ein vielstimmiges Bild einer Modellstadt zusammen, in der die Mitte zur Norm und Normalität fortlaufend neu berechnet wird.
Ein interdisziplinäres Kammerspiel zwischen Immersion und Ritual von Johannes Hoffmann und dem Kollektiv WÜST in Kooperation mit der Theaterinitiative Burgenland. Ausgezeichnet mit dem Großen Kunststipendium für Darstellende Kunst des Landes Burgenland 2023. Gefördert durch das Land Burgenland, der Theaterinitiative Burgenland und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Künstlerisches Team: Johannes Hoffmann, Magda Decker, Christian Selent, Alfred Masal
Der Taupunkt e.V. wird gefördert durch den Kulturraum Stadt Chemnitz.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage
des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Kofinanziert von
der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.
Wir danken für die Unterstützung unserer Arbeit!
Kurzfilm, Lesung und Gespräch zu politischer Gefangenschaft
„In den Zeiten, in denen wir nicht im Folterraum oder in Ohnmacht waren, suchten wir nach Dingen, um uns beschäftigen, damit wir nicht zusammenbrechen oder verrückt werden. Eines dieser Dinge war das Lernen der Namen und der Adressen voneinander, damit die Überlenden unter uns – falls jemand überleben würde – den Familien der Anderen etwas sagen konnten. Nicht unseren Ort, da wir nicht wussten, wo wir waren. Außer, dass wir in diesem Keller sind, an irgendeinem Ort in diesem Schlachthaus, das einst Heimat hieß. Aber wir könnten jenen Familien sagen, dass ihr Sohn am Leben ist. So eine Information kann eine Mutter oder einen Vater vor dem Tod durch Kummer retten, aber sie kann sie auch töten, wenn sie anfangen, sich vorzustellen, was ihr Sohn erleidet.“
Ein Gefängnis unter der Wüste. Der Folterknecht eines Regimes. Ein Demonstrant, dessen Leben nie wieder das gleiche sein wird. Was haben sie sich zu sagen?
Im Film von und mit Thaer Ayoub geht es um Syrien und die Erfahrungen, die Gefangene dort machen mussten. Dass Widerstand ins Gefängnis führt, hat angesichts von Russlands Inhaftierungen von Kriegsgegner*innen nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil.
Der Filmabend
Den Rahmen für den Kurzfilm von 2021 bilden eine literarische Einführung zum Gefängnis von Thaer Ayoub sowie ein Gespräch von Podium und Publikum zu politischer Gefangenschaft, Widerstand und die Frage, was Kunst und Künstler*innen angesichts der Bedrohung tun können.